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Mit
analytischen Studien können Hypothesen überprüft und Risikofaktoren
quantifiziert werden.
1.
Kohortenstudien (Follow-up Studien, Inzidenzstudien): In einer Longitudinalstudie
wird die Krankheitsinzidenz bei exponierten und nichtexponierten Personen
bestimmt und damit das Risiko der Erkrankung direkt gemessen. Kohortenstudien
sind sehr aufwändig und benötigen viel Zeit für Nachuntersuchungen.
Bei seltenen Krankheiten werden die Probandengruppen zu gross.
2.
Fall-Kontroll-Studien: Sie werden oft durchgeführt, weil sie
relativ einfach und kostengünstig sind. Bei kranken (Fällen)
und Gesunden (Kontrollen) wird die Exposition zu möglichen krankheitsfördernden
Faktoren verglichen. Die Befragung der Probanden führt in die Vergangenheit,
weshalb wir auch von retrospektiven Studien sprechen (allerdings
kann auch eine Kohortenstudie in der Vergangenheit liegen). Fall-Kontroll-Studien
erlauben es nicht, das absolute Risiko zu berechnen, sondern sie ergeben
eine Abschätzung des relativen Risikos durch die Berechnung der Odds-Ratio
(O.R.).
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