5.2 Adaptationen an den Wirt
5.2.8 Besonderheiten bei der Fortpflanzung

Grundsätzlich sind die Reproduktionsstrategien von freilebenden und parasitischen Lebewesen nicht verschieden.

Bei Mikroparasiten herrschen Investitionen in eine rasche Reproduktion mit kurzen Generationszeiten vor. Man spricht von einer r-Selektion. R-Strategen produzieren bei optimalen Lebensbedingungen eine große Zahl von Nachkommen. Trotz grosser Verluste durch Räuber oder Umweltveränderungen bleiben genügend Individuen um den Arterhalt zu garantieren.

Bei Makroparasiten beschränkt sich die Vermehrung auf die Ausbildung von Fortpflanzungsstadien. Makroparasiten haben meist längere Generationszeiten. Man spricht von einer K-Selektion. K–Strategen (K = Kapazitätsgrenze eines Raums) passen sich selektiv den vorhandenen Lebensbedingungen an. Durch diese hohe Anpassungsfähigkeit benötigen sie weniger Nachkommen, um die Arterhaltung zu gewährleisten.