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Schistosomen
besiedeln das Venensystem ihrer Wirte. Im Menschen kommen im wesentlichen
3 Arten vor:
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Schistosoma mansoni (in den Mesenterialvenen)
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Schistosoma haematobium (in den der Harnblase anliegenden Venen)
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Schistosoma japonicum (in den Mesenterialvenen)
Die
getrenntgeschlechtlichen Schistosomen heissen auch Pärchenegel,
da sich die Partner zu Paaren zusammenfinden, um geschlechtsreif zu werden.
Der
Entwicklungszyklus
Die einzelnen Schistosomenarten haben charakteristisch geformte Eier.
Diese werden ins Blut abgegeben und zum Teil in Organe verschleppt. Eier,
die in temperiertes Süsswasser gelangen, entlassen bereits nach kurzer
Zeit bewimperte Larven, die Mirazidien. Diese dringen jeweils in
bestimmte Schneckenarten ein, um sich in der Mitteldarmdrüse
über Mutter- und Tochtersporozysten zu Gabelschwanzzerkarien
(Furkozerkarien) zu entwickeln.
Bei Sonneneinstrahlung (S. mansoni und S. haematobium) oder abends (S.
japonicum) schwärmen etwa 3-7 Wochen nach dem Eindringen der Mirazidien
die ersten Furkozerkarien aus den Schnecken aus.
Die Ausschüttung von Zerkarien kann mehrere Wochen anhalten. Aus
einem Mirazidium hat sich eine grosse Anzahl an Gabelschwanzzerkarien
entwickelt.
Treffen die Zerkarien auf die Haut eines geeigneten Endwirtes, dringen
sie innerhalb einer Minute in den Wirt ein (perkutane Invasion).
Bei diesem Vorgang werfen sie ihren Gabelschwanz ab und werden zum Schistosomulum.
Dieses wandert über die Hautvenen und das Herz zur Lunge, via linke
Herzkammer und Aorta in die Mesenterialarterien und über die Kapillaren
in die Pfortader. Schließlich werden die kleinen Pfortaderäste
ereicht, wo die Schistosomulae innerhalb von 2-3 Wochen heranwachsen und
Paare bilden.
Anschließend wandern sie zu den Mesenterialvenen (S. mansoni, S.
japonicum) bzw. den der Blase anliegenden Venen (S. haematobium), werden
geschlechtsreif und beginnen etwa zwei Monate nach dem Eindringen mit
der Eiproduktion, die über 20 Jahre anhalten kann.
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