Epidemiologie (Ebene 3)

Die Masszahlen für das Risiko

Zu den Masszahlen für das Risiko zählen:

  1. Absolutes Risiko: ist identisch mit Inzidenz
  2. Relatives Risiko: setzt das Erkrankungsrisiko (z.B. bei Krebs) von Risikopatienten (z.B. Raucher) in Beziehung zu dem Risiko von Nichtrauchern, an Krebs zu erkranken; Relatives Risiko = Inzidenzrate (Raucher) dividiert durch Inzidenzrate (Nichtraucher)
  3. Attributionelles Risiko: Attributionelles Risiko = Inzidenzrate (Raucher) - Inzidenzrate (Nichtraucher)

Häufigkeiten und Risiko

Das Risiko, zu erkranken oder infiziert zu werden, hängt von der Exposition gegenüber Faktoren ab, welche die Krankheitsentstehung fördern. Dabei spielen Ausmass und Dauer (= Dosis) eine entscheidende Rolle.

Folgende Masszahlen beschreiben die Stärke einer Assoziation zwischen einer Exposition und ihren Folgen:

Absolutes Risiko: Darunter versteht man den Unterschied zwischen Häufigkeitsraten von exponierten und nichtexponierten Untersuchungsgruppen.

Attributionelles (zuzuschreibendes) Risiko: Dies ist die Differenz zwischen dem Krankheitsrisiko der Exponierten minus demjenigen der nichtexponierten Personen.

Relatives Risiko (Risikoquotient): Dies berechnet das Verhältnis des Risikos der exponierten zu den nichtexponierten Personen.

Kleine Übung: 4-Felder Tafel

Risikofaktor
R

Krankheitsausbruch

ja

nein

iiiiiii+

a

b

Niiiii-

c

d

Geben Sie die Formeln an für:

A: Das absolute Risiko der Exponierten
B: Das absolute Risiko der Nichtexponierten
C: Das relative Risiko
D: Das attributionelle Risiko

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