Befall empfänglicher Wirte
1. Wirtsspektrum
Das Wirtsspektrum wird durch verschiedene Faktoren bestimmt:
Der französische Parasitologe L. Combes spricht in diesem Zusammenhang von "Filtre de rencontre" und "Filtre de compatibilité".
Das Wirtsspektrum reduziert sich oft auf eine oder wenige Wirtsarten. Eine lokale Selektion führt zu verschiedenen Wirts- und Zwischenwirtsspektren, die je nach geographischem Vorkommen variieren können. Dabei können lokale Anpassungen das Wirtsspektrum beschränken. Beispiele dafür sind Schnecken-Zwischenwirte, die nur lokal Schistosomenarten übertragen können.
2. Wirtsempfänglichkeit
Die genetische Variabilität der Wirte beeinflusst Empfänglichkeit und Immunabwehr. Empfängliche Wirte können im Laufe einer Infektion eine Immunität aufbauen. Auf eine Wirtspopulation bezogen kann sich eine so genannte „Herden-Immunität“ aufbauen, die eine weitere Übertragung verhindert. Wenn die Wirte diese Infektion eliminieren können, sinkt die Prävalenz. Sobald sich eine genügend grosse empfängliche Wirtspopulation aufgebaut hat, kommt es erneut zu einer Epidemie. Diese Epidemiezyklen sind für verschiedene Mikroparasiten beschrieben (v.a. für Masern).