Protozoen (Ebene 3)

Kurzer Vergleich der Parasiten nach Erregergruppen
(abgewandelt aus Biologie für Mediziner, Institut für Humangenetik, Charité Berlin)

Viren

Bakterien

Protozoen

Helminthen

Zelluläre Organisation

keine zelluläre Organisation, werden als infektiöse biochemische Einheiten bezeichnet, bestehend aus NS-Kapsid (Protein) und (fakultativ) Envelope (Bestandteil der Wirtszellmembran)

Prokaryonten

Mitochondrien fehlen, Äquivalent: Mesosom

70S Ribosomen

Mureinzellwand

Eukaryonten

Mitochondrien vorhanden


80S Ribosomen

Zellmembran

Eukaryonten

Mitochondrien vorhanden


80S Ribosomen

Zellmembran

Grösse

20-250 nm
lichtmikroskopisch nicht sichtbar

0,2-0,5 µm
lichtmikroskopisch sichtbar

10-100 µm
lichtmikroskopisch sichtbar

Stadien meist makroskopisch sichtbar, Larven kleiner

Nukleinsäure

DNS und RNS; DNS meist doppelsträngig, RNS meist einsträngig

DNS und RNS

DNS und RNS

DNS und RNS

Vermehrung

intrazelluläre Virusreplikation

Querteilung

asexuelle Fortpflanzung durch Querteilung; sexuelle Prozesse mit Generationswechsel

sexuelle und/oder vegetative Fortpflanzung; eingeschlechtlich oder bisexuell

Kultivierung

in Hühnereiern, Babymäusen oder in Gewebekulturzellen; nicht auf leblosen Nährsubstraten

auf einfachen Nährböden, mit Serum oder Blut angereichert

pathogene Arten: meist zellfrei, auf mit Blut oder Serum angereicherten Nährböden

im Wirt;
freie Phase?

Therapie

meist nur gegen die Symptome

Antibiotika

Alkaloide, Antimonverbindungen

Anthelminthica wie z.B. Albendazol oder Praziquantel

Modellparasit(en)

HI-Virus

Mycobacterium tuberculosis
Neisseria meningitidis

Leishmania major/tropica
Trypanosoma brucei rhodesiense/gambiense
Plasmodium falciparum

Schistosoma mansoni

Lehrbuch Medizinische Mikrobiologie, 10. Auflage:

Protozoen als Krankheitserreger: ab Seite 498
Trypanosoma spp.: ab Seite 500
Leishmania spp.: ab Seite 510
Plasmodium spp.: ab Seite 544