B- und T-Lymphozyten und Erkennungs-/Effektorphase
B-
und T-Lymphozyten
Erkennungs- und Effektorphase
B-
und T-Lymphozyten
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Aus lymphatischen Vorläuferzellen des Knochenmarks entstehen verschiedene Klassen von Lymphozyten:
B-Lymphozyten
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B-Zellen sind für die humorale Immunität, die Bildung von Antikörpern (AK) zuständig. |
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AK-produzierende Plasmazellen sind als Endzelle kurzlebig |
T-Lymphozyten
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T-Zellen entwickeln sich im Thymus und unterliegen dort Selektionsprozessen (u.a. Eliminierung von selbst-reaktiven Zellen). |
T-Zellen lassen sich in verschiedene Klassen einteilen:
Für die meisten AK-Antworten sind B-Zellen auf die Hilfe der T-Zellen angewiesen!
Rezeptormechanismen
Verschiedene Rezeptoren auf Lymphozyten garantieren einerseits die spezifische Erkennung von Antigenen ("Fremd") und sind andererseits für die zellulären Kooperationen zwischen B- und T-Zellen oder zwischen T-Zellen und Antigen-präsentierenden Zellen verantwortlich. Für die Antigenerkennung ist pro Lymphozyt nur eine Art von Rezeptor vorhanden:
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B-Zellen besitzen Membran-ständige Immunglobuline (mIg). Diese bestehen aus 2 identischen leichten (L) und schweren (H) Peptidketten. Die variablen Regionen (VL und VH) bilden die Antigen-Bindungsstelle (Paratop). |
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T-Zellen besitzen den T-Zell Rezeptor (TZR), der gleichzeitig nicht nur spezifisch "Fremd" (ein fremdes Peptid), sondern auch "Eigen" erkennt. Der TZR besteht aus einem heterodimeren Molekül aus alpha- und beta-Ketten (oder gamma- und delta-Ketten). Die variablen N-terminalen Enden der beiden Ketten bilden die Bindungsstelle zum Antigen, das von MHC-Molekülen präsentiert wird, woran Korezeptoren (CD4 oder CD8) binden. |
Erkennungs- und Effektorphase
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Für die Effizienz einer induzierten Immunantwort sind Erkennungs- und Effektorphase gleichbedeutend. Dazwischen liegt die "zentrale Phase", in der selektionierte Lymphozyten proliferieren ("Klonales Wachstum") und sich anschliessend in "bewaffnete Effektorzellen" differenzieren. Dieser Prozess benötigt rund 5 Tage, weshalb adaptive Primärantworten verzögert wirksam/nachweisbar werden (Latenzzeit).
Die
Erkennungsphase
Die Antigenerkennung erfolgt in den peripheren lymphatischen Organen (Milz,
Lymphknoten u.a.), wohin Antigen-präsentierende Zellen (APZ) Fremdantigene
transportiert haben.
B-Zellen: Erkennung erfolgt direkt zwischen nativem Antigen und dem mIg. Für die meisten B-Zell-Antworten wird die Hilfe von T-Zellen benötigt.
T-Zellen: Sie erkennen kein freies Antigen. Die Antigene müsse zuvor von bestimmten Zellen prozessiert (d.h. in kurze Peptide gespaltet) und präsentiert werden. Als Antigen-präsentierende Zellen (APZ) eignen sich Makrophagen, dendritische Zellen und B-Zellen. Bei Menschen gibt es im Gegensatz zur Maus auch T-Zellen "Autopräsentation".
T-Zellen erkennen Peptidfragmente, die an membranständigen Proteinen des Haupthistokompatibilitäts-Komplexes (MHC) gebunden sind. Die Beschreibung des MHC-Komplexes mit beim Menschen über 100 Genen sprengt den Rahmen dieser Einführung. MHC-Klasse I und -Klasse II Moleküle sind für die Antigenpräsentation erforderlich. Sie sind hoch polymorph, werden also von Genen mit vielen Allelen kodiert. Dies kann als Folge der Auseinandersetzung mit dem Parasitismus angesehen werden.
Die
Effektorphase
Sowohl Effektorzellen als auch Effektormoleküle wie sezernierte Antikörper
können ihren Entstehungsort über Lymphe und Blut verlassen und ihre
Funktion, wo immer sie gebraucht werden, ausführen.
Immunantworten werden laufend reguliert und den Verhältnissen angepasst. Es handelt sich um hoch komplexe Regulationsprozesse, die einerseits vom vorhandenen Antigen, andererseits durch "Botenstoffe" (Zytokine) beeinflusst werden. Lymphozyten werden dadurch in ihrer Proliferation und Differenzierung sowie generell in ihrem Überleben gesteuert. Durch den programmierten Zelltod (Apoptose) können Lymphozyten eliminiert werden.
Schema B- und T-Zellen: