Effektormechanismen

Antikörper-vermittelte Effektormechanismen gegen Parasiten
Ak-abhängige Effektormechanismen gegen Mikroparasiten
Ak-abhängige Effektormechanismen gegen Makroparasiten
T-Zell-abhängige Effektormechanismen gegen Parasiten
MHC-Moleküle
Zelluläre Effektormechanismen gegen Mikroparasiten

Ak-vermittelte Effektormechanismen gegen Parasiten
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Antikörper (Ak) erkennen mit ihren Fab-Teilen spezifische Determinanten (Epitope) auf parasitären Antigenen.
Mögliche Folgereaktionen einer Antigen-Ak-Reaktion (abhängig von der Ak-Klasse)
Der Fc-Teil des Ak interagiert mit Fc-Rezeptor-tragenden Zellen (insbesondere Phagozyten)
Diese "zytophilen" Ak verhelfen zu besserer Bindung zwischen Erreger und Phagozyt und verbessern damit die Phagozytose.


Vom Fc-Teil wird Komplement aktiviert. Der Kaskaden-artige Prozess der Komplementaktivierung führt zu wichtigen Mediatoren der Entzündung (chemotaktische Peptide) und über den Membran-aktivierenden Komplex zu Membranschäden und Zytolyse.

Ak-abhängige Effektormechanismen gegen Mikroparasiten
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A. Ak reagieren mit Oberflächenantigenen (Opsonation):

B. Ak vermitteln die Komplement-abhängige Zytolyse:

C. Ak verhindern die Rezeptor-Ligand-Interaktion zwischen Parasit und Wirtszelle:

Ak-abhängige Effektormechanismen gegen Makroparasiten
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Ak-abhängige, Zell-vermittelte Zytotoxizität (ADCC) gegen Juvenilstadien von Helminthen.

Ak gegen Parasitenantigene auf dem Tegument von Plathelminthen oder der Epikutikula von Nematoden induzieren Adhärenz verschiedener Effektorzellen wie Makrophagen und Granulozyten. Das übergrosse Zielobjekt lässt keine Phagozytose zu. Durch Exozytose von Effektormolekülen (lysosomale Enzyme, basische Proteine, Stickstoffoxid) wird der Parasit geschädigt.

T-Zell-abhängige Effektormechanismen gegen Parasiten
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Intrazelluläre Parasiten sind normalerweise vor einem Angriff durch Ak geschützt. Erfolgreiche Parasiten sind jedoch perfekte "Zellbiologen". Der Stoffwechsel der befallenen Zelle wird in den Dienst des Parasiten gestellt. Von der Wirtszelle prozessierte parasitäre Stoffwechselprodukte wie kurze Peptide werden durch Moleküle der MHC-Klasse I (bei zytosolischer Lokalisation des Erregers) oder -Klasse II (bei vesikulärer Lokalisation) an die Wirtszellmembran transportiert und dort T-Zellen präsentiert. Die MHC-Klasse entscheidet darüber, welche T-Zellen aktiviert werden können.

MHC-Moleküle
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Intrazelluläre Parasiten können die verschiedensten Typen von Wirtszellen befallen, die in Bezug auf MHC-Moleküle Unterschiede zeigen.

Das Habitat des Parasiten beeinflusst also die zellvermittelte Immunantwort.

Zelluläre Effektormechanismen gegen Mikroparasiten
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Parasit in kernhaltiger Wirtszelle: Zytotoxische T-Zellen (Tz) zerstören die infizierte Wirtszelle. Beispiele: Plasmodium falciparum in infizierter Leberzelle; virale Infekte.

Parasit in einem Makrophagen: Antigene von Parasiten wie beispielsweise Leishmanien oder Tuberkelbazillen werden von TH1-Zellen erkannt, die Zytokine (Interferon-gamma) ausschütten, wodurch der Makrophage aktiviert wird. Diese Aktivierung führt zu einer Produktion verschiedener Effektormoleküle wie Sauerstoffradikale und Stickstoffoxid, welche die intrazellulären Parasiten abtöten.


 

 

Wirt-Parasit-Interaktion (Ebene 3)