Erkennung

Die moderne Genforschung erlaubt, die molekularen Interaktionen zwischen Wirts- und Parasitengenom — auch als "cross-talk" bezeichnet — genauer zu analysieren. Ein Ansatz dafür ist die Generierung von "knock-out"-Varianten bei Wirt oder Parasit, bei denen gezielt Gene ausgeschaltet werden. Dadurch ist es möglich, die jeweilige Bedeutung eines Gens für die Wirt-Parasitbeziehung zu analysieren.

Für den "molekularen Parasitismus" sind sowohl Parasitenrezeptoren für Wirtssignale als auch Wirtsrezeptoren für Parasitensignale von Bedeutung. Einige Beispiele aus der neueren Forschung sollen dies veranschaulichen. Dabei ist zu beachten, dass die vorgestellten Beispiele noch mit Unsicherheiten in der Beurteilung behaftet sind.

Molekulare Wirtssignale beeinfussen den Parasiten:

a) Zystenbildung bei Giardia lamblia:

b) Gametogenese bei Plasmodium falciparum:

c) Wirtshormone beeinflussen die Parasitenentwicklung

Parasitenmoleküle beeinflussen den Wirt

Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass Parasiten wirtsähnliche Zytokine produzieren, die über Rezeptoren auf Wirtszellen den Wirt beeinflussen. Die Bedeutung dieser Botenstoffe — man könnte sie als "Parasitokine" bezeichnen — ist noch unvollständig erforscht.

 

 

Wirt-Parasit-Interaktion (Ebene 3)